Datentarif



Datentarif Anbieter

Gegenwärtig ist die Zahl der Anbieter mobiler Internetanschlüsse sehr groß, da sich viele Mobilfunkdiscounter auf dem Markt etabliert haben. Diese profitieren davon, dass im gegenwärtigen Vertriebsmodell der Netzbetreiber der Kunde stets die schnellste lokal verfügbare Technik nutzen kann. Damit bieten die preisgünstigeren Angebote der Discounter dem Kunden dieselbe Leistung wie die Tarifangebote der Netzbetreiber. Dies soll sich nach dem Willen der Netzbetreiber ändern, die schnellen LTE Verbindungen werden nach gegenwärtiger Planung nur gegen Aufpreis nutzbar sein. Vodafone plant beispielsweise einen „Top-Tarif“ einzuführen, mit dem der Kunde mit bis zu 50 MBit pro Sekunde surfen kann. Vorgesehen ist ein Preis von 70 Euro pro Monat. Eine auf HSDPA Niveau gebremste LTE-Flatrate mit maximal 7,2 MBit pro Sekunde soll für 40 Euro erhältlich sein. Gegenwärtig ist nicht vorgesehen, diese Datentarife ebenfalls über Discounter zu vermarkten. Damit deutet sich eine erheblich Änderung auf dem Mobilfunkmarkt an, da die Angebote der Discounter technisch nicht mehr gleichwertig sein werden.




Allerdings stehen die Netzbetreiber vor dem Problem, dass keine tatsächlich verfügbare Geschwindigkeit garantiert werden kann. Auch bei LTE hängt die verfügbare Bandbreite von der Zahl der Endgeräte in einer Mobilfunkzelle ab. Die technische Herausforderung besteht also darin, den Kunden der Top-Datentarife tatsächlich eine schnellere Verbindung garantieren zu können. Außerdem werden die Netzbetreiber eine einfache Frage überzeugend beantworten können: Wozu können mobile Internetzugänge mit 50 MBit pro Sekunde sinnvoll genutzt werden? Der bloße Hinweis auf schnellere Downloads sehr großer Dateien wird nicht genügen, um den erheblichen Preisunterschied zu rechtfertigen, da solche Downloads eher untypisch für das Surfverhalten mobiler Nutzer sind. Es bleibt abzuwarten, welche Mehrwertdienste sich die Netzbetreiber einfallen lassen, die solche Geschwindigkeiten sinnvoll nutzen.